»einszueins« ist… Eine wertvolle Ergänzung zur universitären Lehrer/innenausbildung!

am 20. September 2017 | von | mit Keine Kommentare

Dr. Tobias Hagen hat als Mitarbeiter der Universitäten Köln und Oldenburg von 2008-2013 die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft als wissenschaftlicher Support unterstützt und tiefe Einblicke in die Seminarreihe erhalten. Konzept und Programm von »einszueins« überzeugen ihn bis heute.

Im Kontrast zu den meisten universitären Lehrveranstaltungen zeichnen sich die Workshops der Seminarreihe einszueins durch eine sehr offene Gestaltung aus. Sie sind ein gelungenes Beispiel für die Umsetzung offener Lehr- und Lernformen. Insbesondere das intendierte Schaffen von Experimentierfeldern und die damit ermöglichten Selbsterfahrungen stellen eine wesentliche Ergänzung zum universitären Lehrangebot dar.

Lehrveranstaltungen im Rahmen der universitären Lehrer/innenausbildung zeichnen sich häufig dadurch aus, dass theoretische Grundlagen und Umsetzungsmöglichkeiten meist auf der Metaebene thematisiert werden. Zudem folgen die Seminare und Übungen in der Regel einer fest vorgegebenen Struktur und Schwerpunktsetzung. Zwar beinhaltet die universitäre Lehre auch Übungs- und Anwendungsphasen, jedoch in den meisten Fällen nicht in der Intensität, wie dies in den Workshops der Seminarreihe einszueins realisiert wird.

Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Studierende des Lehramts sonderpädagogische Förderung in der Regel in zwei Unterrichtsfächern fachwissenschaftlich und -didaktisch ausgebildet werden, im Schuldienst aber für alle Fächer eingesetzt werden können, sind Angebote zur persönlichen Weiterbildung und Qualifizierung in weiteren Themenfeldern hilfreich und notwendig. Unter anderem hier setzt die Seminarreihe einszueins an. Die Workshops ermöglichen Studierenden die Profilierung im Bereich der ästhetischen Bildung bereits während des Studiums.
Aus Sicht einer Teilnehmerin geben die Workshops Impulse für das eigene kreative Schaffen und bieten Inspirationen für schulische und außerschulische Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen. Zudem ist ihr die Möglichkeit zu Experimentieren und zum Erproben von verschiedenen Methoden und Techniken ganz besonders positiv aufgefallen.

Demnach handelt es sich meines Erachtens um eine wichtige Ergänzung zum Studium, die zur Horizonterweiterung beitragen kann. Die immer stärkere „Verschulung“ und Standardisierung der universitären Lehrer/innenausbildung lässt den Studierenden nur wenige Freiheiten und nimmt damit Möglichkeiten zur persönlichen Profilbildung. Das hervorragende Angebot und bemerkenswerte Engagement der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft leistet einen wichtigen Beitrag zum Schließen dieser Lücke.

 

Autor

Tobias Hagen

Tobias Hagen Studienrat im Hochschuldienst am Lehrstuhl Erziehungshilfe und sozial-emotionale Entwicklungsförderung der Universität zu Köln, derzeit Vertretungsprofessor an der Universität Oldenburg, von 2008 bis 2013 tätig für die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft als wissenschaftlicher Support.

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