Two Day Filmschool, Foto: Stefan Silies

Two Day Filmschool – Bericht einer Studentin

am 03. Juli 2017 | von | mit Keine Kommentare

Für alle Foto- und Filmbegeisterten und für die, die es noch werden wollen, bietet die Two Day Filmschool tolle Einblicke in Film-und Schnitttechnik. Dabei geht es vor allem auch darum, wie man das Gelernte in pädagogischen Kontexten anwenden kann. Es gibt viele Tipps und Tricks beim Filmen mit Schulklassen oder anderen Jugendgruppen.
Jeder kennt sie – diese professionell aussehenden Fotos wo das Gesicht einer Person scharf, und der Hintergrund verschwommen ist. Versucht man das selbst nachzumachen scheint immer etwas nicht zu passen, das Gesicht ist irgendwie verzerrt, sieht kränklich und weiß aus oder hat einen Schatten im Gesicht.

Das dass eigentlich gar nicht mal so schwer ist, ist nur eines von vielen Dingen die man in der Two Day Filmschool lernen kann. Till Nachtmann und Stefan Silies stellen der Gruppe viele Effekte vor, die man aus Filmen kennt. Plötzlich verschwindet jemand aus dem Bild und taucht Sekunden später woanders wieder auf – beamen wie in Sciences Fiction Filmen.

Trick- und Dokumentarfilm
Nachdem wir in eine Trickfilm Gruppe und eine Dokumentarfilmgruppe eingeteilt werden, schreiten wir zur Tat: Wie genau filmt man eigentlich ein Interview? Wir sammeln Bildmaterial das wir später im Schnitt verwenden können. Wir lernen, dass der Gefilmte ein einfarbiges T-Shirt tragen sollte, erstaunt stellen wir fest wie sehr es stört, wenn das T-Shirt kleine Karos besitzt oder gestreift ist. Alles muss stimmen, die Blickachsen, die Einstellung der Kamerablende und es dürfen keine störenden Hintergrundgeräusche vorhanden sein. Wir lernen wie man mit Licht und Schatten arbeitet, mit Wolken und Kunstlicht und viele weitere Techniken um eine Person perfekt vor der Kamera zu präsentieren.
Gemeinsam arbeiten wir an einem Drehbuch und überlegen uns wie man die gesammelten Ideen umsetzen könnte. Dann geht es ab in die Kölner Innenstadt. Wir interviewen Passanten zu verschiedenen Verkehrsmitteln. Eifrig versuchen wir, die gelernten Tricks umzusetzen und mit den richtigen Kameraeinstellungen zu arbeiten („Oh nein das Bild ist viel zu hell, wie ging nochmal das mit dem Weißabgleich?“). Till und Stefan erklären, wie man die Probleme auf die wir beim Filmen stoßen bei einer Schulklasse lösen kann und was es dabei zu beachten gibt. Am Ende zeigen wir der Gruppe stolz unseren fertigen Dokumentarfilm über die Kölner Verkehrssituation.
Beim Schneiden der Filme mit einem Schnittprogramm stellen wir fest, wie einfach es wäre, mit Film zu manipulieren. Verwendet man nur die ganz wenigen positiven Sätze die im Interview sagt werden hört es sich plötzlich so an, als würde der Interviewte Köln lieben. Wie aus ganz vielen einzelnen Fotos ein Film entstehen kann lernt die Trickfilmgruppe. Auch hier gibt es viele spannende Ideen, um Trickfilme pädagogisch zu nutzen. Am Ende entsteht eine tolle Trickfilmromanze zwischen einem Milchglas und einer Tasse.
Die Two Day Filmschool vermittelt aber nicht nur spannende Inhalte, sondern regt auch zum weiterfilmen zuhause an: Jede/r Teilnehmende kann seine/ihre eigene Kamera und Laptop mitbringen. Wenn das Schnittprogramm erst runtergeladen ist, dann steht dem Filmdreh nichts mehr im Wege!

 

Two Day Filmschool gibt es auch wieder im Wintersemester 2017/18: Meldet Euch jetzt schon an für den 6.-8. November 2017 unter www.montag-stiftungen.de/jugend-und-gesellschaft/seminare/two-day-filmschool

Autor

Viola Besemer

Viola Besemer studiert an der Universität zu Köln Medienkulturwissenschaften und Erziehungswissenschaften.

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